‚… ist doch kaum was passiert‘

nichts passiert

Die Frage, wie hoch der beim Unfall entstandene Fremdschaden ist, ist eine sehr wichtige Frage, wenn es darum geht, ob und wie man zu bestrafen ist.

So entscheidet die Schadenshöhe zum Beispiel darüber, ob Sie Ihre Fahrerlaubnis behalten (bei weniger als etwa 1.300 €) oder ob sie Ihnen entzogen wird (bei etwa 1.300 € oder mehr).

Genau genommen entscheidet darüber zwar nur die Schadenshöhe, von der Sie ausgegangen sind, als Sie den Unfallort verließen. Aber in der Praxis setzt man – fälschlicherweise – den tatsächlich verursachten Schaden mit dem von Ihnen vorgestellten Schaden gleich.

Deshalb stellt es grundsätzlich eine gute Veteidigungsstrategie dar, die Schadenshöhe in Zweifel zu ziehen bzw. klein zu rechnen. Zu denken wäre etwa daran, mit dem Geschädigten eine Einigung darüber herbeizuführen, wie groß der ihm entstandene Schaden ist. Auch könnte es sinnvoll sein, das Schadensgutachten zu überprüfen, dass der Geschädigte eingeholt hat.

Ebenfalls zweifelhaft ist oft, ob tatsächlich alle behaupteten Beschädigungen aus dem Unfall herrühren können. In der Praxis ist dies alles jedoch nicht ganz einfach zu bewerkstelligen. Ob und wie Zweifel an der Schadenshöhe geltend gemacht werden sollen, sollten Sie deshalb nur nach fachlichem Rat entscheiden.